FAZIT

Schnittstellen

Der Anspruch der Zusammenarbeit trat an diversen Schnittstellen zutage. Die beiden Einrichtungen, die sich unter anderem der Kunst und der Bildung verschrieben haben, das institutionenübergreifende Dozierendenteam, die Studierenden verschiedener Jahrgänge und der Anspruch, spezifische Publika anzusprechen und teilhaben zu lassen, steuerten mit ihren Möglichkeiten, Beschränkungen und Dynamiken das Projekt.

«Es haben sich im Museum offensichtlich Sachen weiterentwickelt und durch unsere Kontinuität verändert. Durch die starke Prozessorientierung gab es seitens Studierender viele Möglichkeiten und die Offenheit unsererseits, auf ihre Bedürfnisse oder Inputs einzugehen – also dass man ‹einfach auch machen konnte›.»

(Susanne Kudorfer)

Spannend wird es, wenn beteiligte AkteurInnen Aspekte oder Inhalte von Camp# aufgreifen und in ihre eigene künstlerische Praxis überführen. Der Flyer des Co-Work Schuppens auf einer aufgeschlagenen Doppelseite aus Stephan Wittmers Magazin_957, Ausgabe 7_THE CAMP.
Abtransport der Trink-Theke und anderen Materials durch Lukas Geisseler, Patrick Rohner und Stephan Wittmer. Dank unseren Camp#-Badges konnten wir nach einer Weile auch ohne institutionelle Begleitung durch Susanne Kudorfer Material rein- und rausbringen.

FRAGEN
& KRITIK

Braucht künstlerische Vermittlung selbst eine Vermittlung?

Welche Eingriffe, Strategien und Aktionen der künstlerischen Vermittlung sollen den MuseumsbesucherInnen erläutert und erklärt oder zumindest beschrieben werden?

Welche Grundbedingungen müssen vorhanden und welche Parameter erfüllt sein, damit etwas Neues und Eigenständiges entstehen kann?

Wie gehen die Beteiligten mit Verunsicherung um, die beispielsweise aus normierenden Prozessen und Praxen innerhalb der Institutionen erwachsen kann?

Wie begleitet man offene Prozesse über den Zeitraum von zwei Semestern? Und wie gut funktioniert ein offener Prozess innerhalb bestehender institutioneller Vorgaben?