STRATEGIE
& PRAXIS

Rollenverständnis

Zusammen mit den BesucherInnen wollen wir während den öffentlichen Abendanlässen implizite Denkprozesse, die in und zwischen den Werken sitzen, aufspüren und in Worte fassen. In unserer Rolle als studentische KunstvermittlerInnen nehmen wir selber auch aktiv an dieser von uns gestellten Aufgabe teil. Wir nehmen aber gleichzeitig bei den einzelnen Werken als informierte GesprächspartnerInnen eine Art Expertenrolle ein. Dieses Vorsprungswissen teilen wir zu einem späteren Zeitpunkt im Plenum.

(Aus dem Konzept der Studierenden)

Vom Innen- in den Aussenraum – Assoziative Notizen fliegen als Gedankenträger auf orangem Papier durch die Luft dem See entgegen.

Erproben und überprüfen

Orte7
Ausstellungen sowie Institution bieten unterschiedliche Spielfelder an, auf welche wir reagieren und in denen wir agieren können.

Uns beschäftigt insbesondere der historische Kontext: Was war das für eine Zeit? Was gilt als charakteristisch für die 1970er-Jahre? Welche historischen Hintergründe spielen eine Rolle? Welche Bezüge zu den ausgestellten Werken lassen sich herstellen? Was unterscheidet uns von jemandem, der dieses Jahrzehnt selbst miterlebt hat? Was wissen wir von dieser Zeit bzw. was glauben wir zu wissen und was haben wir für einen Bezug zu dieser Epoche?

(Aus dem Konzept der Studierenden)

FORMATE

1. Abend – Denkprozesse

Beim Treffpunkt im Foyer erhalten alle Bleistift und Papier sowie eine Karte mit der Frage: «Welche Gedanken sind für Sie im Werk sichtbar?» Wir wollen die Denkprozesse der Künstler unter die Lupe nehmen, aber auch jene der BesucherInnen und unsere eigenen in Gang setzen.

(Aus dem Konzept der Studierenden)

Camp#2_Flyer
Die Besucherinnen und Besucher sind aufgefordert, ihre Gedanken zu den im Saalblatt markierten Werken zurückzulassen.

2. Abend – Orte

Wir verfolgen die Papierzettel-Idee weiter. Die teilnehmenden BesucherInnen und auch wir gehen durchs Museum und notieren Gedanken und Assoziationen zur Frage «Welche Orte/Räume sehen Sie in den Werken?» auf oranges Papier. Anschliessend begeben wir uns zusammen auf die grosse Besucherplattform des KKL, falten aus den orangen Zetteln Papierflieger und lassen sie auf den Platz vor dem KKL, in dem sich ja auch das KML befindet, fliegen. Unten stehen bereits ein paar von uns und heben die Papierflieger auf. Auch die restlichen Teilnehmenden begeben sich nach unten auf den Platz.

(Aus dem Konzept der Studierenden)

Vor dem KML - Aktion mit Trichter
Wir falten die Flieger auseinander und lesen die Notizen mit lauter Stimme durch ein Trichter-Megaphon (ähnlich einem grossen Alpsegen-Trichter) vor. Wie verändert die Versprachlichung und die räumliche Distanz den Inhalt? (V.l.n.r.: Susanne Henning, Laura Bider, Julian von Euw, Corina Schaltegger, Isabelle Marrel)

3. Abend – Material

Material1
Normalerweise wartet man hier, bis alle bereit sind, und verstaut sein Gepäck. Nun passiert bereits hier eine Vorbereitung auf die Auseinandersetzung mit der Ausstellung. Leute, die zufällig vorbeikommen, können sich der Gruppe anschliessen.
Der Begriff Material öffnet ein weites Feld. Wir fokussieren uns auf den Aspekt der Transformation von Materialien. Im Museum begegnen wir dem Material, wie es sich am Ende eines Prozesses zeigt. Wir möchten diesen Prozess des Arbeitens mit dem Material genauer beleuchten und damit einen Zugang zu den Ausstellungsstücken schaffen. Das Foyer wählen wir, weil es ein offener Ort ist, an dem vieles passieren kann. Trotzdem befinden wir uns bereits im Museum und nahe bei den ausgestellten Werken.

(Aus dem Konzept der Studierenden)