Figur und Angesicht

Ein Screenshot von der Webseite des Kunstmuseums Luzern dient als Einstiegsbild zum Seminarbeschrieb. Als kleiner spielerischer Eingriff köpft der vom Cursor aufgerufene Bildbeschrieb die linke Figur. Das gelbe Fensterchen verdeckt den Kopf des Federballspielers und beeinflusst so die Bildwahrnehmung, während es gleichzeitig Hintergrundinfos liefert.

VON ANGESICHT ZU ANGESICHT

Ausgangslage

Die Dynamik innerhalb der Gruppe war stark geprägt durch unterschiedliche inhaltliche Interessenslagen und Unsicherheiten in Bezug auf Verantwortlichkeit. Allen gemein war die Vorliebe für zeichnerisch performative Ansätze.

IMG_9320
Zwei Stühlchen pro Person – Ideen, Methoden und Ergebnisse zusammenzuhalten und in eine Form zu bringen, sei es während der Entwicklung, Begleitung oder Realisierung einer Projektidee, ist auch innerhalb offener Prozesse unabdingbar. Links: Margit Bartl Franks Prozessdokumentation «Ich sehe dich_15» in Form eines handkopierten Zines. Daneben Alexandra D'Incaus wilde Notizen während einer Zwischenbesprechung mit der Camp#4-Crew.

Das Modul intendiert die kollaborative Entwicklung und Realisation eines Beitrags und/oder eines Anlasses im Sinne künstlerischer Vermittlung. Das Projekt wird im Laufe seiner Entstehung mehrmals im Rahmen der regelmässigen Treffen der Gruppe und mit den Dozierenden diskutiert und erprobt.

(Aus dem Seminarbeschrieb)

Rahmenbedingungen

Die Sammlungsausstellung 2015 zeigte in thematischen Räumen Darstellungen der menschlichen Figur, Gesichter, Körper, Gemälde, Skulpturen, Videos, Fotografien. Als Gruppe und individuell erarbeiteten die Studierenden verschiedene öffentliche Foren und Aktionen. Zeichnend beobachteten sie Museumsgäste. Die so entstandenen Bildnisse wurden zum Mitnehmen am Postkartenstand des Kunstmuseums ausgestellt. Im Open Classroom und bei einer öffentlichen Veranstaltung vertiefte die Gruppe ihr Verständnis von Bildnis und Körperbild. Sie arbeitete mit der Verfilmung des Bildnis des Dorian Gray von 1970 und Jörg Schellers Theorien zum Bodybuilding als Körperkunst.

Es ist wichtig, einen guten Sitzplatz zu haben. Charlotte Coosemans’ (sitzend) schnellem Strich und Blick entkommen weder die BesucherInnen noch die Museumsaufsicht. Ich sehe euch.